Europäische KI-Startups kämpfen mit mangelnder Finanzierung

Startup Coach Moritz Grumbach

Eine neue Studie gibt Einblicke über die europäische KI-Startup Landschaft und deren zahlreiche Herausforderungen.

Eine Hand, die ein KI-Symbol auf dunklem Hintergrund hält, das ein Startup darstellt.
Januar 28, 2024

Die vom appliedAI Institute for Europe durchgeführte Studie bietet einen umfassenden Einblick in den Status und die Herausforderungen von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in europäischen Start-ups. In dieser ersten Studie dieser Art wurden 95 Start-ups befragt, die im Bereich der generativen KI tätig sind. Die zentralen Themen der Studie umfassen die Entwicklung von generativer KI, die finanziellen und regulatorischen Herausforderungen sowie die Einschränkungen in Bezug auf Rechenleistung.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie beinhalten:

  1. Finanzierung: Europäische Start-ups im Bereich generativer KI stehen vor erheblichen Finanzierungsschwierigkeiten. Die Gesamtfinanzierung dieser Start-ups in Europa beläuft sich auf etwa 2,37 Milliarden Euro, ein Betrag, der im internationalen Vergleich, insbesondere mit den USA und China, gering ausfällt. Zum Beispiel haben zwei führende amerikanische Unternehmen in diesem Bereich, OpenAI und Anthropic, allein bis Dezember 2023 über 14 Milliarden Euro an Finanzierung erhalten.
  2. Herkunft der Start-ups: Die Studie zeigt, dass die meisten generativen KI-Start-ups in Europa aus Deutschland stammen, was 19,9 Prozent der gesamten europäischen Start-ups in diesem Bereich entspricht.
  3. Hauptprobleme: Neben der Finanzierung wurden Regulierung, begrenzte Verfügbarkeit von Rechenleistung, Mangel an qualifizierten Fachkräften, Zugang zu hochwertigen Daten und faire Wettbewerbsbedingungen als die größten Herausforderungen identifiziert.
  4. Anwendungsbereiche: Ein Teil der Start-ups konzentriert sich auf die Entwicklung von Basismodellen, während andere auf die Bereitstellung von Entwicklungstools und Infrastruktur für generative KI-Modelle spezialisiert sind. Ein signifikanter Anteil entwickelt auch Downstream-Anwendungen, die auf vorhandenen KI-Modellen basieren.
  5. Technologische Fokussierung: Etwa die Hälfte der Start-ups fokussiert sich auf spezifische Schichten des Technologie-Stacks, während die andere Hälfte in mehreren Schichten aktiv ist.
  6. Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Studienergebnissen gibt das appliedAI Institute for Europe Handlungsempfehlungen für die Politik und Wirtschaft ab. Diese umfassen die Stärkung des Vertrauens in generative KI, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Risikokapitalgeber, die Förderung der europäischen Wertschöpfung, die Erleichterung des Zugangs zu hochwertigen Daten und die Vermeidung von Fragmentierung im europäischen KI-Ökosystem.
  7. Methodik: Die Datenerhebung basierte auf rund 1.170 KI-Start-ups, die als Teil der European AI Startup Landscape identifiziert wurden. Die Befragung, die sowohl quantitative als auch qualitative Daten erfasste, fand über vier Wochen statt und wurde in englischer Sprache durchgeführt.

Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Investitionen in generative KI für die europäische Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit. Sie hebt hervor, dass Start-ups eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung und Gestaltung der KI-Technologie in Europa spielen und dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Rahmenbedingungen für diese Start-ups zu verbessern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Mehr dazu bei appliedAI Institute for Europe.

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Moritz Grumbach

Hi, ich bin Moritz Grumbach - DeinStartup.Coach!
Vor meiner Zeit als Gründungsberater habe ich zwei Startups gegründet, mehrere Millionen Euro geraised und ein breites Netzwerk an Experten und Investoren aufgebaut. Heute berate ich Gründer*Innen beim Aufbau ihres Unternehmens, bin Mentor in einigen internationalen Accelerator-Programmen und unterrichte Entrepreneurship & Innovation an einer deutschen Hochschule.

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